ING Night Marathon Luxembourg 2013

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Hier nun meine Berichterstattung zum Halbmarathon in Luxemburg…

In Luxemburg sind wir im letzten Jahr schon gestartet; da wir uns sehr positiv an diesen Lauf erinnerten, war die Wahl schnell auf diesen Lauf gefallen. Die Stimmung war toll, der Lauf lief damals gut und die Strecke… na ja, die erinnerten wir anscheinend nicht mehr so richtig… ;-)
Die sonstigen Rahmenbedingungen waren nicht optimal, aber okay! Die Allergie hatte mich seit Wochen (trotz des Regenwetters) voll im Griff und die Vorbereitung musste wegen der Kiefer-OP etwas hinten anstehen. Aber ich will mal nicht jammern… ;-)

Zur Laufveranstaltung; Anmeldeprozedur… :

Wir haben uns sehr spät angemeldet, was man bei diesem Lauf beachten sollte. Die direkte Online-Anmeldung war leider nicht mehr möglich, weil das Starterlimit von 10.000 Startern bereits erreicht war. Aber man konnte sich nach Schließung der Online-Anmeldung für eine kurze Zeit “auf Warteliste” anmelden. Man sollte dann – so ein Platz frei werden würde – angeschrieben werden und eben nachrücken. Ob das klappt…? Es hat geklappt und sowohl Helmut, als auch ich bekam noch einen Startplatz. Die Bestätigung des Startplatzes kam per Email und in der Woche vor dem Start der Veranstaltung, kam dann das Runners-Book, mit allen wichtigen Informationen und einem Anschreiben mit Startnummer und weiteren Anmelde-Informationen…Der Webauftritt macht insgesamt einen Top-Eindruck und die Anmeldung lässt sich einfach und gewohnt (via Mika-Timing) durchführen.

Pre-Start-Organisation:

Da die Laufveranstaltung an einem Samstag stattfindet, gibt es “nur” zwei Tage “Marathonmesse, Startnummernausgabe etc.” und findet auf dem Gelände der Lux-Expo statt. Dort findet dann auch der Start der Veranstaltung, als auch die Zielorganisation statt.
Parken kann man in unmittelbarer Nähe der Messehalle und auf dem Gelände wird man von den überdimensionalen ING-Löwen begrüßt. In der Messehalle wird man freundlich empfangen und – ähnlich wie bei IKEA – vom Infostand über die Marathonmesse zur Sartnummernausgabe gelotst. Wenn man versucht, die Messehalle durch den “Eingang” zu verlassen, wird von einem Security-Mitarbeiter freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass man erst durch die Marathonmesse muss, um zum Ausgang zu kommen. Ein- und Ausgang endet übrigens im gleichen Ein-/Ausgangsbereic… ;-)

Die Marathonmesse ist klein, aber okay…! Ein Laufbekleidungsstand, spezielle Schnürsysteme, Mützen, Brillen und ‘ne “Wühlkiste” und noch einige “medizinische” Stände. Natürlich gab’s auch den obligatorischen “Mineralwasserstand” und einen Stand mit Läuferverpflegung (natürlich alles Bio… :-) )! Und Infostände für andere Laufveranstaltungen waren natürlich auch da…
Als man durch die Marathonmesse durch war, wurde man zur Startnummernausgabe geleitet. Da wir sehr früh am Samstag da waren, war noch echt wenig los und wir konnten ohne Wartezeit unsere Startnummern in Empfang nehmen. Und da ich den Chip von meinem Schatz “verschmissen” habe, mussten wir noch einen Leihchip organisieren, was aber auch ohne Probleme am Trouble-Desk erledigt werden konnte.
Schön ist, dass man – obwohl im Ausland – überall auf Deutsch angesprochen wird bzw. ansprechen kann… ;-)

Die Wartezeit bis zum Start kann man sich entweder im späteren Zielbereich bei lauter Musik oder in den unterschiedlichen (teilweise nicht öffentlich zugänglichen) Chilling-Areas verbringen. Wir taten dies und haben die letzten 90 – 120 min. in der öffentlichen Chilling-Area verbracht.
30 min. vor dem Start haben wir uns auf den Weg gemacht und wollten “nur noch schnell” unsere Bekleidungssäcke abgeben. Dies stellte sich schwieriger dar, als gedacht. Bereits in der Zielhalle stauten sich die vielen Läufer die ,ebenso wie wir, ihre Bekleidungssäcke kurz vor dem Start abgeben wollten. Der Zugang zum Bereich für die Abgabe der Bekleidungssäcke ist eindeutig zu klein dimensioniert; vor allem, wenn man bedenkt, dass die Läufer, die ihre Sachen abgegeben haben, zum selben Nadelöhr wieder raus müssen. Das ließe sich sicher besser organisieren, aber stellte jetzt auch kein super große Problem dar… allerdings fiel auch dieser Bereich bei der Abholung “negativ” auf, die Wartezeit war wegen einiger Unstimmigkeiten bei der Lagerung der Bekleidungssäcke bei der/dem ein oder anderen LäuferIn doch ganz schön lang. Helmut stand selbst ca. 10 – 15 min. für unsere Wechselbekleidung an… :-(

Der Halbmarathon:

Wir waren ca. 20 min vor dem Start in der Startaufstellung, welche wie in einem Stadion vor der Messehalle der Lux-Expo eingenommen wurde. Wir suchten unseren Startblock und warteten dann auf den Start. Das Warten war kurzweilig, weil wir den unterschiedlichen Ankündigungen in Englisch, Luxemburgisch und natürlich auch Deutsch ausgeführt wurden. Außerdem war ich soooo aufgeregt, dass ich gar nicht merkte, das wir fast 15 min bis zum Startschuss in der Startaufstellung standen.
Was aber auch mir auffiel war, dass es  super warm war und durch den vorherigen Regen, war es auch noch super feucht… fast subtropisches Klima! Ich und vermutlich auch viele andere Läufer hatten genau mit diesen klimatischen Bedingungen so einge Probleme… :-/

Der Startschuß fällt, der übliche Applauss brandet auf und nach und nach – ganz langsam setzen sich die 10.000 Läufer in Bewegung… wenn ich Brutto- und Nettozeit betrachte, habe ich wohl fast 8 min. bis zur Startlinie gebraucht.
Dann ging’s los… der Lauf startet direkt mit einer Steigung, welche man zum Zieleinlauf wieder “treffen” – allerdings dann abwärts – wird. Durch meine eigene Ankündigung einer neuen PB, war ich doch etwas unter Druck und wir haben gleich zu Beginn ziemlich auf’s Tempo gedrückt. Bei Kilometer 6 hatten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 5:15 min. / km… – also viel zu schnell! Die Luft war dünn durch die Hitze und das Läuferfeld war ungewöhnllich “unruhig”; so hatte man echt zu kämfen mit dem Atmen und musste zudem auch noch zwischen den Läufern hin und her hüpfen, wenn man vorwärts kommen wollte. Die Unruhe wurde noch schlimmer, als wir an die erste Verpflegungsstation kamen; entgegen dem letzten Jahr gab’s dieses Jahr nur auf einer Seite Getränke und / oder Obst etc.! Da einige Läufer immer gleich beim ersten Wasserbecher stehen bleiben und trinken, kommt es schnell zu gerempel und geschubse… eigentlich schade, dabei wäre es so einfach mit beidseitiger Verpflegung an den Stationen.

Steckenverlauf ING LuxBis Kilometer 15 lief es – abgesehen von der super Anstrengung – eigentlich noch ganz gut! Ich war zwischenzeitlich auf mich alleine gestellt, denn an der zweiten Verpflegungsstation haben Helmut und ich uns aus den Augen verloren. Die Musik und die Sambabands an der Strecke pushten einen immer wieder und ab Kilometer 9 ging’s auch immer wieder durch die City, wo viele Zuschauer ein eindruckvolles Spalier bildeten. Komischerweise glaube ich, dass die Trennung von Marathon und Halbmarathon irgendwie früher kam, als im Streckenverlauf vorgesehen.

Ab Kilometer 15 wurde es dann hart; schaut man sich das Streckenprofil an, weiß man auch warum… ;-)

Höhenprofil ING Lux
Ab da ging es nämlich kontinuierlich bergauf und da ich schon 15 schnelle Kilometer in den Beinen hatte, kam nun der “leichte” Einbruch. So habe ich etwas Geschwindigkeit raus nehmen müssen, um dann noch gut ins Ziel kommen zu können.
Schön sind die Szenen während eines solchen Laufes; ca. 3 Km vor dem Ziel sah ich einen Läufer, der ging und ziemlich kaputt aussah. Ich tippte ihn an, schnappte mir seinen Arm 3367006_pund zog ihn mit mir. Er lief wieder an und ich zog in bis ca. ½ km vor dem Ziel mit mir durch die Läufer… :-) – dann ließ ich ihn los und stürmt in Richtung Ziel.
Die Ziellinie habe ich dann nach 2:04 Std. (Brutto) überlaufen, meine Uhr hielt bei 1:56 Std. an – dies sagte auch das offizielle Ergebnis (Netto) – 1:56:11 Std.; keine neue PB (die liegt bei 1:55 Std.), aber für dieses Training einen neue Bestmarke.
Vier Minuten später kam auch Helmut über die Ziellinie und auch er berichtete von einem super harten Lauf…! Damit war ich erstmals auf der Halbmarathon-Distanz schneller als meine bessere Hälfte, was doch ein gutes Zeichen für mein Training zu sein scheint. :-)

Nach dem Lauf und nachdem Helmut im Ziel war, konnte ich meinen Gefühlen kurz mal “Ausgang” genehmigen und ich konnte ein paar Tränchen verdrücken. Der Lauf war echt hart und ich hatte nur noch Lust auf eine schöne Massage. Vorher musste ich aber duschen; für die Physiotherapheuten verständlich – ich hatte dazu eigentlich vorher keine

Auf dem Weg zum Auto nach dem Lauf... :-)

Auf dem Weg zum Auto nach dem Lauf… :-)

Lust. Aber was muss, dass muss… ;-) Also duschen und zur Massage anstehen. Das Warten hat sich gelohnt und nach ca. 25 min. war ich dran…! Helmut hat solange auf die Sachen aufgepasst und den Promo-Mädels von RedBull bei jedem Vorbeigehen, ein Döschen

RedBull abgeknöpft. Irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben… :-D
Beim Rausgehen haben wir dann noch die Leih-Chips abgegeben und vor dem Gebäude eine leckere Pizza gekauft, welche wir auf der Treppe der Lux-Expo verspeist haben.
Dann ging’s zum Auto und ab ins Hotel…

Fazit:

Eine echt schöne und gut organisierte Laufveranstaltung, mit einem eher durchschnittlichen Läuferfeld. Dies merkt man daran, dass sich das Feld nur sehr langsam auflockert und ein Vorwärtskommen nur schwer möglich ist.
Die Zuschauer an der Strecke sind super und die Spaliere in der City spornen zusätzlich an. Die Verpflegung an der Strecke ist ausreichend, sollte aber beidseitig der Laufstrecke angeboten werden.
Der Zieleinlauf in der Messehalle ist klasse und die Zielorganisation ist nahezu perfekt… :-)
Alles in allem; eine Laufveranstaltung die sich echt lohnt. Allerdings ist die Anreise aus Bayern schon sehr weit, was vermutlich dazu führt, dass ich nächstes Jahr etwas näher liegendes wählen werde… :-)

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