14. Reschenseelauf und Urlaubswochenende in Südtirol

Endlich mal wieder ein Lauf im “Ausland”… und in diesem Fall verbunden mit einem schönen Wochenendurlaub… :-D

Wie schon berichtet, haben wir – mein Schatz Helmut und ich – uns am Freitag, 02.08.2013 gegen 13:30 Uhr ins Auto gesetzt und uns auf den Weg in Richtung Süden gemacht. Vorher aber musste Happy (unser Australian Shepherd) bei der Hunde-Nanny abgegeben werden… dies war schnell geschehen und los ging’s!!! :-)

Wir haben uns für den Weg über Füssen – Reutte entschieden, da dies für uns der bessere und schönere Weg war. Es ging auch schnell voran – Österreich – Reutte… hier müssen wir uns erst einmal ‘ne (Straßen-)Karte (analoges Navi… ;-) ) kaufen, da das Smartphone nur OnLine navigieren kann und die Roaminggebühren dafür einfach zu hoch wären. Der Tankwart empfahl uns die Reise weiter über das Hahntenjoch und wir ließen uns darauf ein… auch wenn ich eigentlich eine “kleine” Phobie gegenüber Joch- und Passstraßen habe. Leider wurde unsere Fahrt schon kurz hinter Reutte wieder gestoppt, da die Straße “vollgesperrt” war – ein schwerer Motorradunfall… :-(
Irgendwann ging’s weiter und wir kamen gut voran und erreichten “zügig” Italien und damit auch das Vinschgau…
Bevor wir unser Hotel ansteuerten, haben wir am Start- und Zielort des Reschenseelaufes in Graun halt gemacht und uns vom Aufbau und natürlich auch von unseren Starttaschen überzeugt. Die Organisation machte eine sehr professionellen Eindruck und wir hatten schnell unsere Starttaschen in der Hand und haben uns über den reichhaltigen Inhalt gefreut. Da die Veranstaltung aber erst am Samstag Mittag began, waren der Aufbau noch nicht ganz fertig und es waren nur “einzelne” Verkaufsstände vorhanden… dies sollte aber am Samstag anders sein… :-) :-) :-)

Also ging’s gut gelaunt und bepackt mit unseren Startunterlagen (und was es sonst noch so gab) in unser Hotel.
innen6Nicht nur dass wir sehr herzlich begrüßt wurden, unser Zimmer war echt schön und die Aussicht von unserer Dachterasse einfach genial…
20130803_070210-1Den Abend haben wir dann “standesgemäß” bei einer echt italienischen Pizza ausklingen lassen und sind dann früh ins Bettchen, denn am nächsten Tag standen ja noch “große Taten” an! :-)

Der Samstag begann mit einem guten und reichhalten Frühstück im Hotel und dann ging’s auch gleich nach Graun auf’s Gelände des Reschenseelaufs… :-)
Heute waren dann auch alle Stände aufgebaut und mich packte mal wieder der Sportklamotten-Kaufrausch. Kein Stand war vor mir sicher und ich habe mich einmal durch die gesamte Angebotspalette der kleinen, aber feinen „Laufmesse“ getestet.
Dabei erregte ein Stand ganz besonders meine Aufmerksamkeit; der Stand von Hermann Achmüller…

Ein regional sehr bekannter Läufer aus Südtirol, welcher seine eigene „Kollektion“ entwickelt hat und dort zum Verkauf anbot. Nicht nur, dass die Funktionswäsche sehr ansehnlich und stylisch ist, sie ist auch noch qualitativ sehr hochwertig. Viel hochwertiger, wie die allgemein verfügbare Läuferbekleidung und man merkt schnell, dass hier von Läufer – für Läufer hergestellt wird. Nach vielem „fachsimpeln“ und natürlich auch anprobieren, haben sowohl mein Schatz, als auch ich einige Stücke aus dieser Kollektion gekauft und auf dem Lauf gleich ausprobiert…

ettiket_0Die Kollektion ist auch online verfügbar und mein Urteil lautet – ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!!! :-)

Hermann startete selbst auch beim Reschenseelauf (schaut mal in der Historie des Laufes, da werdet ihr seinen Namen relativ häufig finden) und belegte mit unter 52:16,8 min. einen hervorragenden 7.Platz in der Gesamtwertung und natürlich Platz 1 in seiner Alterskategorie.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!!!

Nachdem wir unsere Taschen mit Laufshirts, Laufhosen, Laufjacken, Kompressionssocken und –stulpen und und und … vollgepackt und unsere Geldbörsen nahezu geleert haben, war’s auch schon Mittag und zu einer guten Laufvorbereitung gehört natürlich auch ein ausgewogenes Essen.
Jetzt gehört ein in Frittierfett herausgebackener Brandteig nicht unbedingt zur optimalen Laufvorbereitung, dennoch haben wir uns – wider besseren Wissens- dafür entschieden. Das sollte sich später während des Laufes noch rächen…

Die restliche Zeit bis zum Start des Laufes haben wir dann zum Relaxen genutzt. Also rein in die Badesachen und ab an den „Strand“ am See; mit einem Auge haben wir die laufenden Wettbewerbe der Bambinis und Jugendlichen verfolgt und mit dem anderen Auge, die schöne Gegend und den See genossen.
Während wir die Ergebnisse der Jugend so mitbekamen, deuchte uns schon, dass wir hier auf ein super starkes Läuferfeld treffen würden. Die Jugendlichen glänzenden mit Traumzeiten über Distanzen von 400 m (für die ganz Kleinen) bis zu 1600 m (für die Jugendlichen)…

Dann galt es…; umziehen – letzte Vorbereitungen – Einlaufen und ab ins Starterfeld des 14. Reschenseelaufes rund um den Reschensee!
Punkt 17 Uhr gehen die „Profis“ an den Start und anschl. in mehreren Blöcken die ambitionierten, über die hobbymäßigen Läufer, bis hin zu den Nordic Walker und Walkerinnen.

Der Lauf:

Für uns ging es gegen 17:10 Uhr los…!
Bereits auf den ersten Metern (über Wiese und Schotterwege) musste man feststellen, dass selbst weiter hinten das Läuferfeld noch wahnsinnig stark ist. Der Zug ging ab und ich mitten drin; ich versuchte eine entsprechende Position zu finden, was zugegeben nicht ganz einfach war. Die Wege sind schmal und das Läuferfeld dicht beieinander. Mein Puls stieg unmittelbar in astronomische Höhen, was ich dem schnellen Anfangstempo und der brütenden Abendsonne zuschrieb.
Schon auf den ersten Kilometern konnte oder besser, musste ich feststellen, dass heute wohl keine Bestzeit drin ist. Mein Magen machte Purzelbäume und wenn er dies mal nicht tat, dann verkrampfte er sich und schien mir zu sagen „Wer so ‚n Sch*** isst, bevor er läuft, sollte nicht erwarten, dass ich da einfach mitspiele!!!“. Es war echt kein Spaß und ich hatte Mühe, mich zum Weiterlaufen zu motivieren.
Die 5 km-Marke und damit auch die erste Verpflegungsstation waren geschafft, es ging über die Staumauer des Reschensees und dann in entgegengesetzter Richtung auf der anderen Uferseite weiter. Jetzt kamen zum hohen Puls und den Magenproblemen auch noch Steigungen in unterschiedlicher Ausprägung hinzu. Teilweise echt fiese Anstiege…
So kämpfte ich mich Kilometer für Kilometer am Ufer entlang und konnte auf der gegenüberliegenden Seite hören, wie die ersten bereits im Ziel ankamen und gefeiert wurden. Also nochmal alle Kräfte mobilisiert und weitere Kilometer „gefressen“.

Reschen ist erreicht, das hieß auch, dass nun der andere Zipfel des Sees erreicht war und es auf die letzten 3 Km in Richtung Ziel ging. Hier konnte ich nochmal anständig Tempo und einige Plätze gut machen. Nach gut 1 ¼ Stunden passierte ich die 15 km Marke und konnte mich auf den 300 m entfernten Zieleinlauf konzentrieren. Nochmal alles raus, was da ist und mit meiner Zielzeit von 1:19:47 Std. konnte ich als 43. Frau (Gesamt: Platz 158) in meiner Alterskategorie (diesmal bin ich in der Hauptklasse, von Jahrgang 95-79 gestartet) das Ziel passieren; knapp 5 min. später war auch mein Schatz Helmut im Ziel und berichtete über ähnliche Erlebnisse auf der Strecke.

Urkunde Anke

Nach der Verpflegung im Ziel musste ich erst mal zu Sanitäter-Zelt und mir ein Magenmittel holen. Die Magenschmerzen waren unerträglich… aber nach Einnahme eines Magenmittelchen, ging’s dann doch relativ schnell besser…
Neben mir im Zelt lag ein Frau, von der Helmut mir schon im Verpflegungsbereich erzählte; diese war ob der großen Hitze wohl während des Laufes zusammen gebrochen und musste mit dem Rettungswagen abtransportiert werden. Gott sei Dank ging es ihr aber wohl schon wieder einigermaßen…

Von den Sanitätern des „weißen Kreuzes“ ging es dann zur Chip-Rückgabe und zur Abholung unseres wohlverdienten „Lohnes“; hier gab es nämlich anstelle von Medaillen für jeden Läufer eine Laufjacke… :-) *freu

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Eigentlich wollten wir bis zur Siegerehrung bleiben, aber nachdem wir die Ergebnisse gesehen haben, war die Motivation (noch nicht mal in der Nähe der Podestplätze) dafür eigentlich schon verflogen.
Als dann auch noch ein Unwetter aufzog und den gesamten Start- und Zielbereich „zerlegte“ und uns auch schon der ein oder andere Stand um die Ohren flog, haben wir uns für’s Hotelzimmer und die heiße Badewanne entschieden…
Anschließend ließen wir den Abend bei einem gemütlich Glas Südtiroler Wein ausklingen…

Der nächste Morgen:

Wir erwachten nach tiefem Schlaf mit genau dem herrlichen Ausblick, wie wir ihn schon die letzten Tage genießen durften. Das bedeutete, dass auch heute das Wetter wieder schön war…
Also Packen, frühstücken, auschecken und ab auf einen Berg in der Nähe…
Das durch die Organisation des Reschenseelaufes angebotene Sonntagsfrühstück, haben wir durch das Hotelfrühstück ersetzt und uns dann lieber für die Natur entschieden.
Ihr findet hier auch einige schöne Bilder dazu –> Bilder Reschensee und Reschenseelauf

Gegen Mittag traten wir dann die Heimreise an, was länger dauern sollte, wie uns das lieb war.
Rückreiseverkehr!!! So fuhren wir von einem Stau in den nächsten, was durch das schlechter werdende Wetter noch begünstigt wurde. Der „Höhepunkt“ war dann eine Vollsperrung zwischen Garmisch Partenkirchen und Murnau wegen eines schweren Verkehrsunfalles… zwei Stunden warten, bis wir dann über Oberammergau umgeleitet wurden. Aber wenigstens verhalf uns das noch zu einem Eis in unserer Lieblingseisdiele… :-)
Gegen 19:00 Uhr nahmen wir unsere Happy wieder in die Arme und waren gut zuhause angekommen. Was für ein schönes und erlebnisreiches Wochenende…

Fazit:

Eine perfekt organisierte Laufveranstaltung in absolut herrlicher Umgebung!
Von der Online-Anmeldung bis zum Start hat alles gepasst; die Menschen dort sind wahnsinnig zuvorkommend und vermitteln eine außergewöhnliche Ruhe.
Für alles ist gesorgt; Läufermesse, ein kleiner Markt mit heimischen Köstlichkeiten, Kinderbetreuung, Dusch- und Umkleidebereich und natürlich auch die zahlreichen Möglichkeiten zu Trinken und Essen zu bekommen.

Der Lauf selbst ist etwas beengt, was hin und wieder zu Schwierigkeiten führt. Aber die traumhafte Kulisse entschädigt hierfür allemal. Möchte man aber „Bestzeiten“ laufen, heißt es vorne einsortieren; ein Durchkommen durch das dichte Läuferfeld ist mühsam und kostet Zeit.

Nach dem Lauf geht alles sehr geoordnet ab; die Läufer werden ausreichend verpflegt und versorgt und zum Abschluss wurde den Läufern eine herrliche Show zur Siegerehrung geboten (haben wir leider nicht miterlebt).
Die Urkunden standen schnell zum Download bereit und die ersten Bilder konnte man bereits am Montagmittag käuflich erwerben.

Ich bewerten diese Laufveranstaltung als eine meiner schönsten Läufe bislang. Und ich komme wieder… ganz sicher!!!

Es grüßt Euch…

Eure Anke  :-)

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